Ich bin keine Mutter, aber…

Vor einiger Zeit habe ich an einem sogenannten Frauen-Zirkel teilgenommen; ein kleines Event, wo Frauen zusammen kommen, um gemeinsam zu meditieren, vielleicht Yoga zu machen, das Frau-Sein in all’ seinen Facetten zu zelebrieren… Der Abend endete mit einer Meditation.

Wahre Liebe kennst Du erst, wenn Du ein Kind hast

Als ich da so lag und mich auf meinen Atem konzentrierte, hatte ich diesen Satz wieder und wieder in meinem Kopf: Wahre Liebe kennst Du erst, wenn Du ein Kind hast. Wie oft hatte ich diesen Satz oder eine Variante davon in den letzten Jahren schon gehört und irgendwie verfolgte er mich. Denn wenn das wirklich so sein sollte, dann bedeutet das ja, dass all’ die Liebe, die ich in meinem Leben hatte, eigentlich gar nicht ‘wahr’ war, sondern lediglich ein Abklatsch von etwas viel größerem, das ich nie erfahren würde.

Mir fielen noch andere solche Statements ein, die ich gehört hatte:

Eltern können mehr Empathie empfinden; Kinder zu haben ist der Sinn des Lebens; Menschen, die keine Kinder haben, sind egoistisch; dass Du keine “richtige” Frau bist, wenn Du kein Kind geboren hast; dass Du nur eine Familie hast, wenn Du Kinder hast.

Even after all this time, the sun never says to the earth, “you owe me.” Look what happens with a love like that, it lights the whole sky.

-Hafiz

Dann, im Gegensatz zu den fürchterlichen Gedanken, die in meinem Kopf umher waberten und den Tränen, die mir über die Wangen liefen, kamen mir Augenblicke aus meinem Leben in den Kopf.

Das Gesicht meines Mannes, wenn wir gemeinsam lachen und der Blick in seinen Augen, wenn er sich Sorgen um mich macht. Die freudige Überraschung im Gesicht meiner Eltern als ich sie im Urlaub besucht und überrascht habe. Die Freude, die ich spüre, wenn ich meine Nichte sehe. Die warmen und ohne Ansatz sich fortsetzenden Konversationen mit meiner besten Freundin, wenn wir uns mal wieder viel zu lange nicht gesehen haben, weil sie in einer anderen Stadt lebt. Insgesamt meine Freunde, die mir so nah sind und mich so gut kennen, dass sie quasi Familie sind.

Wenn das keine wahre Liebe ist, weiß ich nicht, ob ich wahre Liebe brauche.

Denn die Liebe, die ich bereits jetzt in meinem Leben habe, ist so stark, so kraftvoll, dass ich es manchmal schon kaum aushalte. Wenn ich es schaffen sollte, diese Form von Liebe in meinem Leben bis ich sterbe aufrecht zu erhalten, dann würde ich mit dem Wissen sterben, tief und ganz geliebt zu haben und ebenso zurück geliebt worden zu sein.

Change of story

In diesem Moment habe ich für mich entschieden, dass ich die Story in meinem Kopf ändere. Und ich teile das hier mit Euch, denn ich glaube, dass es für Euch genau so wahr ist, wie es das für mich ist.

Ich bin keine Mutter,
aber ich kenne wahre Liebe.

Ich bin keine Mutter,
aber ich bin eine kraftvolle Quelle für Inspiration und Kreativität.

Ich bin keine Mutter,
aber es gibt unzählige Möglichkeiten für mich, mich in dieser Welt einzubringen.

Ich bin keine Mutter,
aber ich habe die Fähigkeit, andere zu nähren und zu unterstützen.

Ich bin keine Mutter,
aber jede Frau, die sich als Frau “fühlt” ist eine “richtige” Frau.

Ich bin keine Mutter,
aber ich habe eine Familie, manche Mitglieder durch die Blut-Verbindung, manche weil ich sie gewählt habe.

Ich bin keine Mutter,
aber ich bin emphatisch, weil ich bereits so viele Gefühle erlebt habe, die man als Mensch fühlen kann.

Ich bin keine Mutter,
aber ich habe die Macht, ein Leben zu gestalten, dass mir persönlich Sinn gibt.

Ich bin keine Mutter,
aber ich bin voller Liebe und Energie, die ich investieren kann wie ich will.

Während ich diese Mantras in meinem Kopf wiederholte, kam die Frau, die die Meditation leitete zu mir und legte ihre Hände leicht auf meine Hüften, ihre Finger genau über meinem Unterbauch, wo meine Gebärmutter sich standhaft geweigert hatte, einem Embryo Zuflucht zu bieten. Ich spürte Wärme und Energie in mich hineinfließen und fand es gleichzeitig ein bißchen gruselig, denn die Frau wusste ja nichts von meiner Situation.

Als die Meditation zu Ende war, habe ich sie gefragt, ob sie die anderen Frauen, die an der Meditation teilgenommen hatten, auch auf diese Art und Weise berührt hatte und sie antwortete: “Nein, nur Dich!” Meine Frage nach dem ‘Warum?’ beantwortete sie damit, dass sie versuchen würde, von jeder Teilnehmerin zu erspüren, was sie gerade brauchen würde.

Ich glaube fest daran, dass das Universum mir auf diese Weise zeigen wollte, dass ich, obwohl ich keine Mutter bin, GENUG bin.

Photocredit: James Forbes on Unsplash

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